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Die Humboldt-Box ist ein Informationszentrum auf dem Schloßplatz in Berlin. Es wurde errichtet, um über die Bauarbeiten rund um das Berliner Schloss - Humboldt-Forum und dessen zukünftige Nutzung zu informieren.


Das fünfstöckige Gebäude mit Aussichtsterrassen und Dachrestaurant gegenüber dem Lustgarten ist 28 Meter hoch und hat eine Fläche von 3000 Quadratmetern. Die Eröffnung fand am 29. Juni 2011 statt. Schon 50 Tage danach konnte man den 100.000sten Besucher begrüßen (Berliner Zeitung, 13. Oktober 2011) Nach Fertigstellung des Humboldt-Forums soll die Humboldt-Box wieder abgebaut werden. Ein genauer Zeitpunkt dafür wurde noch nicht benannt, der Betreiber gibt jedoch das Jahr 2019 als wahrscheinlich an. Die Ausstellungen in der Humboldt-Box werden vom Förderverein Berliner Schloss e.V. sowie den zukünftigen Akteuren im Humboldt-Forum gestaltet, dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Humboldt-Universität und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.  Eine Etage des Gebäudes dient darüber hinaus auch als private Veranstaltungsebene.

Im Jahr 2008 drohte das Bauprojekt zunächst zu scheitern, da kein Platz für das Gebäude vorhanden war. Schließlich stellten jedoch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) einen Teil des Platzes zur Verfügung, der für die Baustelle eines Haltepunkts der neuen Linie U5 vorgesehen war. Zwischenzeitlich hatte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher vorgeschlagen, statt eines Neubaus einen Teil des Kronprinzenpalais als Ausstellungsfläche zu nutzen, was von der Bundesregierung jedoch zurückgewiesen worden war.

Die Humboldt-Box ist im privaten Eigentum. Weder der Bund noch der Berliner Senat wollten den Bau der Humboldt-Box selbst finanzieren, so dass es zu einer Ausschreibung des Projektes kam. Im September 2009 erhielt die Firma Megaposter den Zuschlag für den Bau; die Finanzierung sollte über Werbeeinnahmen sichergestellt werden. Dazu sollten die Zäune der Baustelle des Berliner Stadtschlosses als Werbeflächen vermietet werden. Nachdem der Baubeginn des Berliner Stadtschlosses im Jahr 2010 verschoben worden war, drohte deshalb die Finanzierung der Humboldt-Box zunächst zu scheitern.

Mit der Umsetzung der Verhüllung des Brandenburger Tores im Jahr 2000/2002 ("Das Brandenburger Tor", Jovis Verlag GmbH, S. 193ff.) engagierte sich Megaposter erstmals in der Restaurierungsfinanzierung mit Hilfe großformatiger Werbeaktionen. Die Restaurierung von Denkmälern wie das Charlottenburger Tor oder der Gebäude des Strandbad Wannsee folgten. Im Jahr 2009 bemängelte das Bezirksamt Berlin-Mitte ein großes Werbeplakat, dass vom Bauherrn Megaposter angebracht worden war, da „die Werbung unmittelbar auf den Dom strahl[e]“ und das Baugerüst ausschließlich als Werbeträger diene. Megaposter warf dem Bezirk den Versuch vor, das Bauprojekt zu sabotieren. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer wurde daraufhin von Seiten der Grünen vorgehalten, eine notwendige Änderung der Bauordnung versäumt zu haben. Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 hatte es bereits Streit um ein anderes Megaposter-Objekt, ein CDU-Wahlplakat am Charlottenburger Tor gegeben.

Kritik und Lob

Besonders nach dem Aufschub des Baubeginns des Humboldtforums wurde die Humboldt-Box teilweise kritisch bewertet. So befürchtete Thomas Flierl, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Partei Die Linke, die Box könne sich zu einem „Monument des Scheiterns“ entwickeln, das lediglich zur Spendenaquise diene. Kathleen Fietz bezeichnete die Box in der taz als das „sinnloseste Gebäude der Stadt“ und kritisierte die unklare Finanzierung. Andreas Kilb nannte sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Provisorium, das die „zeitgemäße Form kulturstaatlichen Scheiterns“ darstelle. Am 29. Juni 2011 beschrieb Kilb die Box in derselben Zeitung zusammenfassend „Bis dahin bleibt die Box ein dröhnender Platzhalter für ein kleinlautes Projekt“

Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die die Ausstellungen in der Humboldt-Box mitgestaltet, hob hingegen hervor, dass „man die Hauptstadt nun endlich so sehen könne, wie sie vom Humboldt-Forum aus aussehen würde“. Lothar Heinke bezeichnete die Box im Tagesspiegel als „architektonisches Monstrum in galaktischen Ausmaßen“ und kritisierte die fehlende Sensibilität der Bauverwaltung. Von verschiedenen Seiten werden die Höhe und der Standort kritisiert, wodurch die Straße Unter den Linden mit diesem Bau abgeriegelt erscheint, auch die Sicht auf den Dom wird teilweise verstellt. In der Welt Kompakt kommentierten Isabell Jürgens und Gabriela Walde dagegen, „[a]m zentralsten Punkt der Stadt [sei] ein Gebäude entstanden, dessen asymmetrische Kubatur und knallig-türkise Farbgestaltung zwar Kritik provoziert, von der Bevölkerung aber ganz sicher begeistert aufgenommen werden wird.“

 

Quelle: Wikipedia