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Geschichte Bernau bei Berlin

 

Wie archäologische Quellen belegen, ist Bernau seit mehr als 10.000 Jahren ein Siedlungsplatz.

Am Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Stadt gegründet.

Die genauen Umstände sind ungeklärt, da alle Urkunden bei großen Bränden 1406 und 1484 vernichtet wurden.

Das Bier und die Tuchproduktion machten die Stadt im Mittelalter weit über die Grenzen der Mark Brandenburg hinaus bekannt.

Über Jahrhunderte hinweg galt das Bier als das beste der Mark, und die gute Haltbarkeit machte es zum Exportschlager.

Noch im 17. Jahrhundert wurden jährlich 30.000 Tonnen Bier in andere Städte und Gemeinden – auch außerhalb der Mark Brandenburg – geliefert.

Im Heimatmuseum vermitteln prächtige Trinkgefäße, Schleppkannen und Schankzeug einen Eindruck von der Bierbrauerei in Bernau.

Von der Blütezeit der Stadt zeugen noch heute beeindruckende Bauwerke.

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Die starken Stadtmauern erschwerten jeden Angriff auf die Stadt.

Der Dreißigjährige Krieg und die Pest machten aber aus Bernau eine verarmte und verödete Stadt.

Dies änderte sich erst, als Kurfürst Friedrich III. französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) ins Land holte.

1699 wurden 25 Familien in Bernau aufgenommen. Darunter waren ausgezeichnete Handwerker, Bauern, Wissenschaftler und Kaufleute.

150 Jahre später erlebte die Stadt eine neue Blüte. Am 30. Juli 1842 wurde die Eisenbahnstrecke Berlin-Eberswalde der Berlin-Stettiner Eisenbahn eingeweiht.

Seit 1924 verbindet die erste elektrisch betriebene Stadtbahn der Welt Bernau mit Berlin.

Die Nähe zur aufstrebenden Hauptstadt begünstigte in Bernau auch den gewerblichen Aufschwung. Wachstum und industrialisierung blieben jedoch nicht ohne Konflikte, und so bildete sich auch in Bernau seit Mitte des 19. Jahrhunderts Ausläufer der sozialistischen Arbeiterbewegung.

Ab Sommer 1943 gab es in der Stadt ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, in dem 300 Häftlinge bei Arbeiten in einer Polizeidienststelle eingesetzt wurden. Ein Mahnmal vor dem Bahnhof auf einer Grünanlage an der Breitscheidstraße erinnert seit dem 11. September 1949 an die Opfer des Faschismus. Am Morgen des 20. April 1945 wurde Bernau von der Roten Armee eingenommen.

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Von Zerstörungen blieb die Stadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont.

Konrad Wolf war im April 1945 mit 19 Jahren für kurze Zeit der erste sowjetische Stadtkommandant.

In den 1980er Jahren wurden große Teile der meist aus Fachwerkhäusern bestehenden Altstadt abgerissen und weitestgehend durch Neubauten in einheitlicher Plattenbauweise ersetzt.

Bis 1952 gehörte Bernau zum Landkreis Niederbarnim in Brandenburg, von 1952 bis 1993 als Kreisstadt zum gleichnamigen Landkreis im Bezirk Frankfurt (Oder), ab 1990 zum Land Brandenburg. Mit der Verwaltungsreform kam Bernau unter Verlust des Sitzes der Kreisverwaltung zum neugebildeten Landkreis Barnim.

Nachdem der Zusatz bei Berlin, in Abgrenzung zu zahlreichen anderen Orten mit dem Namen Bernau, auch schon früher Verwendung fand, trägt die Stadt diesen seit dem 1. April 1999 offiziell.

Seit dem 1. Januar 2011 hat Bernau den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.

Bis 1991 war Bernau zudem Standort der 90. Panzerdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Das freigeräumte Gelände konnte noch nicht vollständig einer neuen Nutzung zugeführt werden.

 

 

Sage

 

Der Sage nach veranlasste der Askanier Albrecht der Bär, 1157 Gründer der Mark Brandenburg und ihr erster Markgraf, bereits 1140 die Gründung einer Stadt.

Nach einer Jagd in der Heide nördlich von Berlin ließ er sich bei der Rast in einem Gasthof ein Bier ausschenken.

„Weil ihm dies so außerordentlich gut mundete“, soll er beschlossen haben, just an dieser Stelle eine Stadt zu gründen.

Er befahl schließlich den Bewohnern der damaligen Dörfer Schmetzdorf, Lindow und Lüpenitz in die neue Stadt zu ziehen. Diese bekam den Namen Bärnau nach seinem Gründer.

„Die vorherigen Dörfer verschwanden oder blieben nur als kleine unbedeutende Siedlungen bestehen, der gute Ruf des Bieres jedoch konnte sich bis heute erhalten.

Zu dieser Sage ist zu bemerken: Es gibt keinen einzigen urkundlichen Beleg dafür, dass Albrecht der Bär sich tatsächlich in der späteren Mark zwischen Elbe und Oder aufgehalten hat, anders als sein Sohn Otto I. (Brandenburg), der zum Schluss gemeinsam mit dem Vater als Markgraf amtete.

Um 1140 herrschten in der Gegend von Bernau noch die slawischen Lutizen, die noch keine Gasthäuser (tabernae) kannten; auch ist nichts über slawische Bierproduktion bekannt. Städtegründungen sind östlich der Elbe erst seit 1159 bekannt. Die slawischen Zentralorte waren Burgwälle. Die Ableitung des Ortsnamens Bernau aus „Bär“ (oder gar von Albrecht dem Bären) ist – ebenso wie in Berlin – Volksetymologie.

Als am wahrscheinlichsten gilt die Herleitung aus dem slawischen Personennamen Barnim (der Name zahlreicher Pommernfürsten).

 

Bevölkerungsentwicklung

Die Anzahl der Einwohner Bernaus steigt stetig. Dies ist einerseits durch die gut entwickelte Infrastruktur zu erklären (Verkehrsanbindung in die Hauptstadt per S- und Regional-Bahn, ausgebautes Straßensystem und Autobahn), andererseits durch Eingemeindungen der heutigen Ortsteile, welche allein einen Zuwachs von etwa 9.000 Einwohnern einbrachten. Zum Zeitpunkt der Eingemeindung hatten die Ortsteile Birkholz 417 Einwohner (31. Dezember 1992), Ladeburg etwa 2025 Einwohner (31. Dezember 2000), Börnicke 433 Einwohner (31. Dezember 2001), Lobetal 707 Einwohner (31. Dezember 2001) und Schönow rund 5.371 Einwohner (31. Dezember 2002).

 

Bauwerke

 

Kirchen

Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist die spätgotische St. Marienkirche. Sie wurde 1519 geweiht. Im Innern birgt sie einen Flügelaltar aus der Schule des Renaissancemalers Lucas Cranach des Älteren.

Außerhalb der Stadtmauer befindet sich das Sankt-Georgen-Hospital, eine Stiftung der reichen Tuchmachergilde und Wollweber aus dem Jahr 1328, zu dem auch die St.-Georgen-Kapelle gehört. Außerdem gibt es die 1908 eingeweihte katholische Pfarrkirche Herz-Jesu in der Nähe des Bahnhofs.

Stadtmauer


Stadtmauer mit Steintor und Hungerturm

Aus dem Mittelalter sind große Teile der Stadtmauer erhalten. Die Feldsteinmauer ist bis zu 8 m hoch und ca. 1,3 km lang (einst 1,5 km). Zur Befestigungsanlage gehört auch ein dreifaches Wall- und Grabensystem. Die Stadtmauer war einst mit 42 Lughäusern (Wehrtürme), zwei Rundtürmen und drei Stadttoren versehen. Reste der Lughäuser sowie die Rundtürme, der Pulver- und Hungerturm sind noch vorhanden. Von den ehemals drei Stadttoren ist allein das durch zwei Wehrgänge mit dem Hungerturm verbundene Steintor erhalten.


Wohnhäuser

Das älteste Wohnhaus der Stadt ist das Kantorhaus, das 1582/83 erbaut wurde und von 1983 bis 2010 die Musikschule beherbergte. Nachdem das Gebäude 2012 in den Besitz der Stadt übergegangen ist, soll es jetzt umfassend restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Am Marktplatz befindet sich das klassizistische Rathaus von 1805, das zwischen 1995 und 2002 saniert wurde. Am Seitenflügel des Rathauses steht ein von dem Bildhauer Horst Engelhard geschaffenes Geschichtsbuch in Bronze. In fünf Segmenten wird anhand von historischen Ereignissen die Geschichte Bernaus dargestellt. Der historische Stadtkern, der von der Stadtmauer begrenzt wird, war bis 1975 mit kleinen, größtenteils Fachwerkhäusern bebaut. Diese vor allem zu Beginn des 19. Jahrhundert erbauten Gebäude waren in schlechtem Zustand und wurden zu Zeiten der DDR mangels finanzieller Mittel nicht renoviert. Stattdessen wurde die Stadt dazu bestimmt, architektonisch zur sozialistischen Musterstadt umgestaltet zu werden. Die alte Bausubstanz der Innenstadt wurde zu großen Teilen abgetragen und durch Plattenbauten ersetzt. Allerdings wurde darauf geachtet, dass sich die Neubauten in das Stadtbild einfügten und ihre Höhe auf vier Geschosse begrenzt.


Technikbauten und Baudenkmale

Zu den technischen Denkmälern zählt das Gaswerk Bernau mit dem 1932 konstruierten Scheibengasbehälter; der Gasometer war bis zum Jahre 1966 in Funktion. 1992 wurde der Kessel restauriert und erhielt seinen dreifach abgesetzten blauen Anstrich.

Ein weiteres technisches Denkmal ist der 1911 erbaute Wasserturm mit einer Höhe von 43,9 Metern.

Nördlich der Stadt befindet sich das größte Bauhausobjekt neben dem Bauhaus selbst – die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Bernau war seit 1930 Sitz dieser Schule. Nach der Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde sie als Reichsführerschule für den SD und die Deutsche Arbeitsfront genutzt. Ab 1945 nach Ende des Zweiten Weltkrieges war das Gebäude zunächst Lazarett der Roten Armee und später Gewerkschaftshochschule „Fritz Heckert“ des FDGB. Das Gebäude, das seit 1977 auf der Denkmalliste des Bezirkes Frankfurt/Oder eingetragen ist, ist heute weiterhin denkmalgeschützt. Im Auftrag der Handwerkskammer Berlin wurde es in den späten 1990er Jahren unter Leitung der BRENNE-Gesellschaft von Architekten mbH saniert. Der World Monuments Fund (WMF) in New York hat die Architekten für die Instandsetzung mit dem WMF-Knoll-Modernism-Prize 2008 ausgezeichnet.

Im Ortsteil Birkholzaue befindet sich ein 115 Meter hoher Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise. Dieser Turm besitzt im Unterschied zu fast allen anderen vergleichbaren Fernmeldetürmen keinen Antennenträger auf seiner Spitze, was ihm den Spitznamen „Bernauer Birzel“ eingebracht hat. – In der Fliederstraße im Stadtteil Blumenhag befindet sich die Sternwarte Bernau, die regelmäßig öffentliche Himmelsbeobachtungen und astronomische Vorträge anbietet.

 

In Bernau befinden sich zwei Museen, das Heimatmuseum mit Steintor und Henkerhaus sowie das Wolf Kahlen Museum. Neben dem Henkerhaus steht ein von der Künstlerin Annelie Grund geschaffenes Denkmal für die Opfer der Hexenverfolgung in Bernau. Das Denkmal wurde am 31. Oktober 2005 eingeweiht.

 

Heimatmuseum

 

Als Vorläufer des heutigen Heimatmuseums wurde 1882 in Bernau das erste Hussitenmuseum der Welt gegründet. Ausgestellt wurden für Beutestücke gehaltene mittelalterliche Waffen, die den Hussiten bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt 1432 abgenommen wurden. Als diese 1925/26 zum Restaurieren ins Berliner Zeughaus kamen, erkannten Spezialisten darin die mittelalterliche Bewaffnung der Bernauer Bürger. Heute sind die Sammlungen des Heimatmuseums auf die beiden Standorte Steintor und Henkerhaus verteilt. Das Steintor ist das einzige erhaltene Tor der Stadtbefestigung. Neben Waffen wird die Entwicklung der Stadt und ihrer Gewerbe dargestellt. Hervorgehoben werden die für Bernau bedeutende Bierbrauerei sowie die Textilherstellung. In der ehemaligen Wachstube ist das Modell eines hussitischen Kampfwagens ausgestellt. Direkt an der Stadtmauer liegt das Henkerhaus, die ehemalige Scharfrichterei. In dem in Ständerbauweise errichteten Fachwerkbau werden Exponate aus dem mittelalterlichen Gerichtswesen sowie ein Hussitenzimmer gezeigt. Ein anschauliches Bild des Alltagslebens vom 17. bis ins 19. Jahrhundert vermittelt die Schwarze Küche, deren alte Kochstelle nach bauarchäologischen Funden rekonstruiert wurde.


Wolf-Kahlen-Museum

 

Am Pulverturm befindet sich das private Medien- und Kunstmuseum des Medienpioniers Wolf Kahlen (geboren 1940). Gezeigt werden repräsentative Arbeiten mit Materialien und Medien. Auf mehreren Hundert Quadratmetern gibt es den Videoskulpturen und -installationen, den Klangkunstwerken und Textstücken, den Architekturen, Zeichnungen, Photoleinwänden und Internetarbeiten Raum, sich zu entfalten.

Sagen

 

Über Bernau gibt es viele Sagen. Die bekanntesten sind hier aufgezählt.

Warum es um Bernau keine Schlangen gibt

 

Als die Glocke von Bernau gegossen wurde, gab man den Einwohnern auf, all ihr Metall für den Guss der Glocke zu spenden. Jeder trug herbei, was er an Metall entbehren konnte. Als ein altes Weib, das als Hexe verschrien war, ihre Schürze öffnete und Kreuzottern und andere Schlangen in die Glut gab, war die Bestürzung groß. Doch der Klang der Bernauer Glocke hat bis heute alle Schlangen verschreckt. Bis heute gibt es keine Giftschlangen in und um Bernau.

 

Das Bernauer Bier


Bernauer Bier als Qualitätsbezeichnung

Das Bernauer Bier war schon früh überregional bekannt und in vielen Schankstuben erhältlich. Einem Bernauer Gesellen, der in Berlin zur Lehre war, war das offenbar nicht bekannt. Als sein Lehrherr ihm auftrug, eine Kanne Bernauer Bier zu besorgen, machte er sich auf den Weg nach Bernau. Seine Eltern fürchteten, dass sein Lehrherr wohl sehr böse wäre, weil er so lange ausblieb, denn Bernauer Bier hätte er auch in Berlin kaufen können. Der Geselle machte sich mit schlechtem Gewissen auf den Weg. Als Rekrutenwerber ihn überzeugten, doch lieber als Soldat seinem Vaterland zu dienen als Schläge von seinem Lehrherren zu beziehen, vergrub er die Kanne mit dem Bier. Jahre später, er war inzwischen Hauptmann, kam er wieder bei seinem alten Meister vorbei. Das Gespräch kam auf den Lehrjungen, und er gab sich zu erkennen. Man ging zu der Stelle und fand eine Kanne Bier, das nach Jahren noch vorzüglich schmeckte.

 

Regelmäßige Veranstaltungen

 

  • Das wichtigste städtische Fest ist das Hussitenfest, das bereits im Jahre 1832 erstmals gefeiert wurde. Bis in die 1950er Jahre wurde es traditionell begangen und danach einige Jahrzehnte nicht mehr. Erst nach der Wende besannen sich die Stadtväter auf die alte Tradition und führen das Hussitenfest seit 1992 jährlich am zweiten Juniwochenende unter großer Teilnahme der Einwohner und der Touristen wieder durch. Mehr als 1000 Akteure lassen beim Festumzug die Stadtgeschichte Revue passieren und verkleiden sich teilweise als Hussiten. Der Stadtpark gleicht an diesen Tagen einem mittelalterlichen Jahrmarkt und Heerlager.
  • Im Herbst findet das Festival Alter Musik in der St.-Marien-Kirche statt. Hier treffen sich internationale und nationale Künstler und Musikliebhaber aus nah und fern. Die Auswahl der Musik wurde von dem Gedanken getragen, einen musikalischen Bogen zu schlagen zwischen Alter Musik und Jazz, dessen Wurzeln und Inspiration in der klassischen Moderne stecken.
  • Viermal im Jahr gibt es im Külzpark am Steintor einen Kunst- und Handwerkermarkt. Vor der historischen Kulisse präsentieren sich Künstler und Handwerker. Dazu gibt es Musik, Tanz und Puppenspiel sowie Spezialitäten aus der Region.
  • Im September finden die Bernauer Gesundheitstage statt.

 

Sport

 

Das Basketballteam des SSV Lok Bernau, ehemals Barnim RimRockers, trägt in der neuen Sporthalle an der Heinersdorfer Straße seine Heimspiele in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord aus. In der Saison 2009/10 schaffte das Team als Zweitplatzierter der 1. Regionalliga Nord den direkten Aufstieg in die nunmehr dritthöchste deutsche Spielklasse. In der Saison 2003/04 spielte die Mannschaft für eine Saison in der zweithöchsten Basketball-Liga.

Ein besonderes Angebot für Lauffreunde ist der seit 2004 jährlich Anfang September stattfindende 24-Stunden-Lauf von Bernau.

Von den 1930er Jahren bis 1973 lag in der Nähe von Bernau die Autorennstrecke Bernauer Schleife. Mit dem Anstieg der Sicherheitsanforderungen im Autorennsport wurden die Rennen auf der Bernauer Schleife eingestellt.

 


Sport

Das Basketballteam des SSV Lok Bernau, ehemals Barnim RimRockers, trägt in der neuen Sporthalle an der Heinersdorfer Straße seine Heimspiele in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord aus. In der Saison 2009/10 schaffte das Team als Zweitplatzierter der 1. Regionalliga Nord den direkten Aufstieg in die nunmehr dritthöchste deutsche Spielklasse. In der Saison 2003/04 spielte die Mannschaft für eine Saison in der zweithöchsten Basketball-Liga.

Ein besonderes Angebot für Lauffreunde ist der seit 2004 jährlich Anfang September stattfindende 24-Stunden-Lauf von Bernau.

Bernau verfügte mit der Anlage des RC Speedracer e. V. über eine der größten regionalen Rennstrecken für RC-Modelle, sie wurde inzwischen vorläufig geschlossen.[22] Zudem gibt es den Fußballverein FSV Bernau[23], der im Spieljahr 2011/12 in der Landesliga Brandenburg Nord spielt.

Von den 1930er Jahren bis 1973 lag in der Nähe von Bernau die Autorennstrecke Bernauer Schleife. Mit dem Anstieg der Sicherheitsanforderungen im Autorennsport wurden die Rennen auf der Bernauer Schleife eingestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft in Bernau ist durch kleinteiliges Gewerbe, vorrangig im Bereich Dienstleistung und Handel, geprägt. Große Industriebetriebe existieren nicht. So gab es einen Standort der Großbäckerei Lieken, die rund 530 Mitarbeiter beschäftigte (Stand Jahr 2000), allerdings schloss die Bäckerei 2011. Auf das Gelände zieht 2012 die Weber Motor GmbH mit der Produktion von Motoren. Das zum Automobilzulieferer Weber Automotive GmbH gehörende Unternehmen verlagerte neben der Produktion auch ihren Firmensitz von Markdorf an diesen Standort.[24][25]

Ansonsten steht Bernau in enger Beziehung zur Stadt Berlin, in die viele Einwohner zur Arbeit pendeln. Ferner sind zahlreiche Einwohner in den Gesundheitseinrichtungen beschäftigt. In einem Wirtschaftsförderkonzept (2001) wurde dieser Bereich der Gesundheitswirtschaft (Life Sciences) als Wachstumspotenzial für die Stadt herausgearbeitet. Auch die Nähe zu Einrichtungen der Branche im nahen Berlin-Buch wird hier als Vorteil genannt.

Verkehr

Im Jahr 2010 erfolgte durch das Brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft eine größere Umgestaltung des Bahnhofsplatzes mit folgenden Einzelmaßnahmen: Straßen- und Kanalerneuerung, Installation einer modernen Beleuchtung, Errichtung einer Haltestellenüberdachung für den Busverkehr und Sanierung des OdF-Denkmals. Die Finanzierung des ersten Bauabschnitts erfolgte auch mit Mitteln des Bundes.

 

Schienenverkehr



Bahnhof Bernau bei Berlin

 

Bernau ist durch die Linie S 2 der Berliner S-Bahn im 20-Minuten-Takt mit der Hauptstadt verbunden. Im Stadtgebiet befinden sich zwei Bahnhöfe, der Bahnhof Bernau bei Berlin (Endbahnhof der S-Bahn) sowie seit 1997 der durch eine Wohnpark-Firma (mittlerweile insolvent) vollständig privat finanzierten S-Bahnhof Bernau-Friedenstal im gleichnamigen Stadtteil. Die Fahrzeit vom Bahnhof Berlin Friedrichstraße bis nach Bernau beträgt mit der Linie S 2 circa 35 Minuten.

Ferner ist die Stadt über mehrere Linien an das Regional- und Fernbahnnetz angeschlossen. Es hält der Regional-Express RE3, der stündlich in Richtung Norden über Angermünde abwechselnd nach Schwedt und Stralsund fährt. In Richtung Süden führt die Linie auf der Nord-Süd-Fernbahn über Berlin Hauptbahnhof (Fahrzeit circa 20 Minuten) nach Elsterwerda. Die Regionalbahn RB60 der ODEG fährt in Richtung Wriezen und Frankfurt (Oder) bzw. zum Bahnhof Berlin-Lichtenberg. Ferner verbinden InterCity/EuroCity-Züge der Deutschen Bahn AG die Stadt mit überregionalen Zielen in Deutschland und Europa (drei Mal werktäglich).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Innerhalb Bernaus betreibt die Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG) einen Stadtbusverkehr. Die Linie 868 verbindet die Stadtteile Bernau Süd, den Stadtkern, Bernau-Blumenhag, Bernau-Friedenstal und Schönow mit dem Bahnhof Bernau (b. Berlin) im 20-Minuten-Takt. Die Linie 869 verbindet alle zwei Stunden die Ortsteile Ladeburg und Lobetal mit dem Bahnhof Bernau (b. Berlin). In Bernau haben 15 weitere Regionalbuslinien der BBG ihren Ausgangspunkt zu Fahrten in das Bernauer Umland. Ein Großteil der Linien beginnt und endet am Bernauer Busbahnhof unweit des Bahnhofs Bernau (b. Berlin).

Straßenverkehr

 

An Bernau vorbei führt die Bundesautobahn 11 vom Berliner Ring nach Prenzlau und Stettin. Anschlussstellen sind Bernau-Nord (Nummer 15) und Bernau-Süd (Nummer 16). Die Anschlussstelle Bernau-Süd wurde erst in den späten 1990er-Jahren errichtet. – In der Nähe von Bernau befindet sich das Autobahndreieck Schwanebeck, das seit 2011 zum Autobahndreieck Kreuz Barnim umgebaut wird wurde. – Die Bundesstraße 2 (Berlin–Staatsgrenze nach Polen) durchquert Bernau und läuft dann über Angermünde und Schwedt/Oder bis zur Oder.

Der Radfernweg Berlin–Usedom führt durch Bernau und erschließt die Region auch touristisch.

Medien

Eine lokale Redaktion der Märkischen Oderzeitung, deren Inhalte jeden Werktag im Lokalteil Barnim Echo der Zeitung erscheinen, befindet sich in Bernau. Des Weiteren erscheinen die Anzeigenblätter Märkischer Markt (von der Märkischen Oderzeitung), Der Blitz und der Märkische Sonntag. Der lokale Fernsehsender ODF – Fernsehen für Ostbrandenburg mit Sitz in Eberswalde berichtet über Bernau und verbreitet sein Programm auch in einigen Teilen des Bernauer Kabelnetzes.

 

Quelle: Wikipedia

 

weitere ausführliche Informationen finden Sie unter: 

http://www.bernau-bei-berlin.de/de/stadtportraet/stadtgeschichte/zeittafel/seite-30.html